Clevere Karten

Vom Datensatz zur Infografik

Journalismus lebt von Informationen und Informationen sind immer an Daten gebunden. Infografiken bieten eine hervorragende Möglichkeit, aus unfassbar großen und unübersichtlichen Datensätzen die Essenz herauszufiltern – und idealerweise sieht das Ganze auch noch gut aus. Dass Infografiken oft gar nicht mal so schwierig umzusetzen sind, wie man zunächst annehmen würde, konnten die Nachwuchsjournalisten im Workshop „Interaktive Karten“ lernen.

Michael Haas, Informatiker und freier Datenjournalist, gab den Teilnehmern eine Menge Input rund um interaktive Karten für den Online-Journalismus. Doch der Schwerpunkt lag auf der praktischen Umsetzung in eigene Medienprodukte. Die jungen Medienmacher wählten sich dafür das Thema „Pressefreiheit“. Schließlich benötigten sie den Grundbaustein für jede Infografik: Daten. Auf der internationalen Homepage von „Reporter ohne Grenzen“ wurden sie schnell fündig: Eine aktuelle Statistik zur Pressefreiheit, idealerweise auch noch direkt im richtigen Dateiformat für das weitere Vorgehen.

Nach der Recherche ging es darum, das datenjournalistische Handwerk anzuwenden: Daten analysieren, aufbereiten, die Grafik planen und schließlich umsetzen. Für die Datenanalyse reichte zunächst Excel. Schritt eins: Alles Unwichtige löschen. Nachdem die interessanten Daten dann in Reinform vorliegen, können sie aufbereitet werden. Schritt zwei: Daten für grafische Gestaltung beschaffen – in diesem Fall also eine „leere“ Weltkarte, die später mit Daten gefüllt werden kann. Mit dem Programm QGIS fügten die jungen Medienmacher schließlich beide Datensätze zusammen.

Die Vorarbeit war also geleistet – nun fehlte nur noch die grafische Verarbeitung. Diese war dank der Programme CartoDB und Mapbix viel einfacher als gedacht. HTML-Kenntnisse sind jedoch grundsätzlich von Vorteil.

Für junge Journalisten, die sich tiefergehend mit dem Datenjournalismus beschäftigen wollen, gab Experte Michael Haas noch zusätzliche Tipps:

Autoren

Julius Berger