Journalismus in 140 Zeichen

Mit Twitter recherchieren und berichten

Zum Twittern brauchen alle Teilnehmer einen Account: Anlegen und los. Referentin Christina Quast gab Tipps, wie die Teilnehmer ihren Twitter-Account durch Namenswahl, Profilbild und Kurzbiografie glaubwürdig und authentisch wirken lassen. Bei ihrer journalistischen Arbeit können sie Twitter zur Informationsbeschaffung und zur Recherche verwenden, wenn sie Hashtags und Erwähnungen von anderen Twitternutzern beachten.

Ein Hashtag ist ein Schlagwort, das hilft Tweets zu und einem Thema zuzuordnen und Tweets umgekehrt unter Schlagwörtern zu suchen. Markiert wird ein Hashtag mit einem „#“.

Die Teilnehmer lernten, wie sie ein passendes Hashtag zu ihrem Tweet findet, möglichst kurz, prägnant und einmalig. Zwei bis drei Hashtags pro Tweet ordnen Tweets eindeutiger zu. Bei der Erwähnung kann jeder Twitter-Account verlinkt und damit direkt angesprochen werden. So erreichen Twitternutzer Privatpersonen, Bekanntheiten oder Firmen in Kontakt.  Die Teilnehmer lernten auch, wie sie auf Tweets reagieren können. Sie können einen Tweet kommentieren und ein Gespräch beginnen. Sie können ihn retweeten, um ihn mit eigenen Followern zu teilen oder ihn mit „Gefällt mir markieren“,  um Zustimmung auszudrücken – das seit neuestem sogar mit Herz.

Die Teilnehmer lernten beim Workshop einige nützliche Tools zur Organisation und zum Monitoring ihres Twitter-Accounts kennen. Zum Beispiel Tweetdeck, mit denen sie ihre Timeline sortieren können oder Followerwonk, um Daten der Follower zu analysieren.

Nach dem theoretischen Teil bereiteten die Teilnehmer Interviewfragen zum Thema journalistische Freiheit vor, diese wurden über Twitter an den freien Journalisten, Valentin Dornis, gestellt, der einen Pro-Recherche-Workshop zum Thema „Pressefreiheit“ absolviert hat. Wie alle Tweets durften Fragen und Antworten höchstens 140 Teichen lang sein.

Die Ergebnisse des Interviews haben die Teilnehmer in eine Storytelling-Geschichte eingebunden. Mit dem Storytelling-Tool „Sway“ haben die Teilnehmer alle Interviewfragen und –antworten auf einer Seite zusammengestellt. Passende Überschriften, kurze Texte und Diagramme ergänzen die Tweets zu einer Story.

Im Workshop von Christina Quast lernten die Teilnehmer nicht nur Grundlagen zur Anwendung von Twitter, sondern auch hilfreiche Tipps und Tools, um ihre journalistische Tätigkeit zu unterstützen.

Autoren

Anika Stelzner