Von Geschichten und wo sie zu finden sind

Einblick in den Geschichten-Schreiben Workshop

„Viele, viele Geschichten sterben.“ Alexander Neumann-Delbarre sitzt rund 15 jungen Journalisten in einem Workshopraum in Berlin Mitte gegenüber und teilt seine Erfahrungen in der Medienbranche. Oft müsse man als Journalist immer neugierig weiter nach Geschichten suchen, weil sich bei der Recherche herausstellt, dass die vermeintliche Geschichte eigentlich gar keine war.

Am Samstag diskutierte Neumann-Delbarre bei „Vision – Zukunftsforum Medien“ mit jungen Erwachsenen darüber, wie es trotzdem geht. Eine richtig gute Geschichte zu finden, sei manchmal ein Prozess. Was macht eine gute Geschichte aus und wie finde ich sie? Die Teilnehmenden tauschten sich in der Gruppe aus und erarbeiteten Antworten auf diese Fragen.

Ungewöhnlich und aktuell, von einem neuen Blickwinkel und relevant für die jeweilige Zielgruppe – diese Eigenschaften zeichnen eine gute Geschichte aus. Es sei wichtig, sich selbst zu fragen, wo man noch nie war und welche Themen einen persönlich reizen, so Neumann-Delbarre. „Als Journalist musst du immer wieder hinterfragen, warum Dinge so sind, wie sie sind“, sagte der Referent. Oft sei eine Geschichte da, wo man sie am wenigsten vermutet – im Alltag, auf der Straße oder in einer interessanten Ebay-Kleinanzeige. Die Kunst sei es, diesen Dingen nachzugehen.