Journalismus gestalten

Wie Nachwuchsjournalisten die Zukunft verändern

Warum eigentlich Journalismus? Auf diese Frage haben sowohl Rudolf Porsch, stellvertretender Direktor der Axel-Springer-Akademie, als auch Kaja Klapsa, Redakteurin bei der Welt, in ihren Eröffnungsreden bei Vision 2020 Antworten gegeben. Um diesen zu lauschen, und das Wochenende voller Workshops einzuläuten, versammelten sich am Freitagabend alle Teilnehmer des Zukunftsforum Medien in den Räumlichkeiten der Axel-Springer-Akademie in Berlin.

In seiner Begrüßungsrede thematisierte Rudolf Porsch unter anderem den Stellenwert der Pluralität im Journalismus. Es brauche junge, engagierte Nachwuchsjournalisten, die neue Kritiken einbringen, und mit Kreativität Veränderung bringen würden, um diese zu erhalten, so Porsch. Diese Vielfalt sehe man bei Axel Springer vor allem an dem breit gefächerten Angebot, das von diversen Print- und Onlinemagazinen, über Fernsehsender, bis hin zum neuen Podcast des Verlags reiche.

Auf Diversität ging auch Kaja Klapsa in ihrer Keynote ein. Zunächst sprach sie jedoch über Entwicklungen und Perspektiven im Journalismus und fand deutliche Worte. Der Journalismus in seiner klassischen Form, wie er seit Jahrzehnten besteht, werde aussterben. Der Drang nach Informationen müsse aber immer noch gestillt werden. Dafür brauche man andere, neue Herangehensweisen. Die junge Redakteurin erklärte, wie wichtig es für die Zukunft des Journalismus sei, sich zu wandeln und neue Gebiete zu erschließen. Neue Perspektiven würden sich beispielsweise durch jüngere Generationen an Redakteuren eröffnen, die Weltbilder durch ihre Erfahrungen mit gestalten und so die Zukunft des Journalismus aktiv verändern. Insbesondere die Generation der Digital Natives sei prädestiniert dafür Teil dieses Wandels zu sein. Sie werde sich mit Problematiken wie der Chancenungleichheit von Frauen und Männern im Journalismus auseinandersetzen müssen, und die Perspektiven von Redakteuren mit Migrationshintergrund für eine sensiblere Berichterstattung nutzen können.

Beide Redner machten deutlich, wie wichtig Nachwuchsjournalisten sind und wie sehr junge Menschen die Zukunft des Journalismus mit gestalten und verändern können. Mit diesen positiven Nachrichten schlossen Kaja Klapsa und Rudolf Porsch ihre Reden und ermöglichten allen Anwesenden einen gelungenen Start in einen Abend voller guter Laune und ein Wochenende voller Inspirationen.

Autoren

Carla Weiller