Wer bin ich und wer möchte ich sein?

Personal Brand: Der Journalist als Marke

Sich selbst beschreiben, in drei Hashtags. Das war die Aufgabe zu Beginn des Workshops „Personal Brand: Der Journalist als Marke”. Wer bin ich und wie präsentiere ich mich eigentlich? Schon früh lernten die Teilnehmer des Workshops von Profilagentin Kixka Nebraska, dass diese Frage essentiell ist, um sich als Marke im Netz zu etablieren.

Im Laufe des Samstags erfuhren die Teilnehmer die Grundlagen der Selbstvermarktung im Netz. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang häufiger auftauchte, war „Keywords”. Er beschreibt den Gebrauch ausgewählter Wörter zur Charakterisierung der eigenen Person. Diese sollten wenn möglich immer in Zusammenhang zum eigenen Profil, oder zur Arbeit auftauchen und möglichst individuell sein, sodass man bei künftigen Arbeitgebern, oder auch Partnern einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Wie komplex es sein kann, sich selbst im Internet zu präsentieren, zeigte Kixka Nebraska, indem sie den Anwesenden erklärte, dass Identität prismatisch sein kann. Das heißt, dass die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen situationsbedingt verschieden sein kann. So macht es bei den meisten Menschen einen Unterschied, ob sie auf einem Musikfestival sind oder bei einem Vorstellungsgespräch. „Make something good happen”, gab Kixka Nebraska den Nachwuchsjournalisten mit auf den Weg; am einfachsten würden sich Menschen im Netz behaupten können, deren Identität etwas Positives bewirken würde. Egal ob sie Helfer, Innovator, oder Weltverbesserer sind.

Als die Basics geklärt waren, ging es im nächsten Schritt darum, seine Präsenz im Netz zu erhöhen. Gute Anlaufstellen dafür seien beispielsweise Plattformen wie Xing oder LinkedIn. Über diese Websites ließen sich gut neue Kontakte knüpfen und Reichweiten erhöhen. Außerdem hätte man dort die einzigartige Chance, seine Identität im Netz autonom zu gestalten. Man ist also nicht davon abhängig, wie und was jemand anders über einen schreibt. Sondern sich so präsentieren kann, wie man das möchte. Zudem seien Xing und LinkedIn suchmaschinenorientierte Websites und könnten so zu einer höheren Trefferwahrscheinlichkeit der eigenen Person führen. In dem Workshop wurde aber nicht nur über klassische Portale zur Onlinevermarktung diskutiert, sondern es wurde sich auch viel mit dem Gebrauch Sozialer Medien und Netzwerke beschäftigt. Welche Netzwerke eignen sich am Besten, um im Internet Präsenz zu zeigen? Welche weniger? Schnell stellte sich heraus, dass klassische Netzwerke, wie Instagram, oder Facebook immer noch am Beliebtesten sind und sich auch für den beruflichen Gebrauch eignen würden. Die Profilagentin meint, dass für Journalisten Netzwerke, wie beispielsweise TikTok,eine vergleichsweise geringe Relevanz hätten. Kixka Nebraska erklärte, dass es beim Gebrauch von Sozialen Netzwerken auch nicht um die Selbstdarstellung ginge, für die die Netzwerke häufig in der Kritik stünden. Das Ganze müsse mehr als eine Art professionelle Positionierung gesehen werden: Wer bin ich? Wer will ich sein?

Die jungen Journalisten lernten, wie wichtig Webpräsenz ist und wie man sie sich erarbeitet. Keywords, Websites wie Xing, oder LinkedIn und Soziale Netzwerke können ein Profil maßgeblich verändern und zum Erfolg eines Journalisten beitragen.

Referent

Kixka Nebraska

Autoren

Carla Weiller